Gerhard Richter – Abstraktion

Abstraktion hat viel von Willkür, besonders in der Kunst. Wild auf die Leinwand gebrachte Farbkleckse, Striche, wie nach einem versehentlich abgerutschten Pinsel oder ganze Flächen, die danach aussehen, als sei eine Walze über sie hinweggefahren. Die Kunst wirkt naiv, oft wie Kindermalerei, nicht durchdacht. Ein Irrtum. Abstraktion ist Geschmackssache, beliebig ist sie nicht.

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Programmheft zu „Das achte Leben (Für Brilka)” in der Inszenierung von Jette Steckel

Das achte Leben (Für Brilka) nach dem Roman von Nino Haratischwili

Wie schafft man es, mehr als 1000 Seiten Literatur in ein Bühnenstück umzuwandeln, und dabei viereinhalb Stunden konstant die Spannung zu halten? Wer glaubt, dass das ein unmögliches Unterfangen ist, irrt. Die Regisseurin Jette Steckel hat es zusammen mit den Dramaturginnen Julia Lochte und Emilia Heinrich gewagt und ein Bühnenepos geschaffen, das lange nachhallt. Im Rahmen der Autorentheatertage in Berlin zeigte das Deutsche Theater „Das achte Leben (Für Brilka)”. Im vergangenen Jahr wurde das Stück bereits am Thalia Theater in Hamburg uraufgeführt.

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Maxim Gorki Theater - Hillbrowfiction

Hillbrowfication von Constanza Macras – Tanzen, Tanzen, Tanzen

Es ist Tanz. Wild und bunt. Laut und ungehemmt. Es ist der einzige Weg zu überleben. Sich freizukämpfen aus dem Korsett des Daseins, des Wollens und Müssens und des unvermeidlichen Todes. Eine Armee von energetischen Tänzer*innen beherrscht für 70 Minuten die Bühne des Maxim-Gorki-Theaters und hinterlässt ein begeistertes Premierenpublikum.

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