Social Dissolution of the West. Fotografie zur Einladung der Ausstellungseröffnung

Risk Hazekamp – Social Dissolution of the West

Ein Raum, der bezwungen werden muss, das war der erste Gedanke, den Risk Hazekamp hatte, als sie die 700 Quadratmeter große Ausstellungshalle der Pennings Foundation in Eindhoven sah, in der sie Social Dissolution of the West zeigen wollte. Eine Herausforderung, die die Künstler*in gerne annahm. Sie installierte zusätzliche Säulen in den Raum, zog eine Wand ein und baute Sockelvitrinen, die sie im Raum verteilte. So strukturierte sie die Räumlichkeiten für ihre Fotografien, das gesammelte Archivmaterial und die unterschiedlichen Installationen. Herausgekommen ist ein Kunstprojekt, das einen sehr vielschichtigen Blick auf zwei Ereignisse wirft, die sich in diesem Jahr zum fünfzigsten Mal jähren.

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Gerhard Richter – Abstraktion

Abstraktion hat viel von Willkür, besonders in der Kunst. Wild auf die Leinwand gebrachte Farbkleckse, Striche, wie nach einem versehentlich abgerutschten Pinsel oder ganze Flächen, die danach aussehen, als sei eine Walze über sie hinweggefahren. Die Kunst wirkt naiv, oft wie Kindermalerei, nicht durchdacht. Ein Irrtum. Abstraktion ist Geschmackssache, beliebig ist sie nicht.

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Bühnenbild von Wolfgang Menardi für Gutmenschen

Gutmenschen von Yael Ronen im Deutschen Theater

Wer und was ist eigentlich ein Gutmensch? Ein Mensch, der von Grund auf gut ist? Und was heißt das denn, gut zu sein? Bekommt man diese Eigenschaft in die Wiege gelegt oder lässt sich das lernen? Oder ist ein Gutmensch einer, der immer Gutes tut? Und geht das überhaupt? Denn ist das Gute für die einen, auch per se das Gute für die anderen? Wohl eher nicht. Früher, in den neunziger Jahren waren die Gutmenschen diejenigen, die auf Friedensdemos gingen, im Bioladen einkauften und Ökokleidung trugen und der Begriff war ziemlich negativ konnotiert. Das ist immer noch so, nur der Kanon der Gutmenschen hat sich ein bisschen verschoben.

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